Tod

Alles nur geliehen – Warum wir über Tod und Endlichkeit reden sollten!

Der Tod ist ein Thema, das oft gemieden wird. Viele empfinden es als unangenehm, darüber zu sprechen, doch die Auseinandersetzung mit der eigenen Sterblichkeit kann tiefgreifende Vorteile haben. In diesem Artikel beleuchten wir, warum es wichtig ist, über Tod und Endlichkeit zu reden, welche Eindrücke du hinterlassen kannst und wie du bewusst mit diesem Thema umgehen kannst.

Die Unausweichlichkeit des Todes

Egal wie erfolgreich, glücklich oder gesund du bist – der Tod ist eine universelle Wahrheit. Der amerikanische Psychologe Irvin D. Yalom sagt dazu: „Der Tod ist der ultimative Lehrer.“ Wenn du dich bewusst mit der Endlichkeit deines Lebens auseinandersetzt, kannst du beginnen, das, was wirklich zählt, zu schätzen.

Warum reden wir nicht über den Tod?

Die Gesellschaft hat eine Tendenz, den Tod zu tabuisieren. Dies geschieht oft aus Angst oder Unverständnis. Ein Bericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zeigt, dass viele Menschen in westlichen Kulturen den Tod und Trauer als „schmerzhaft“ und „negativ“ empfinden. Diese Vermeidung führt oft dazu, dass Betroffene sich isoliert fühlen.

Kein Mein und Dein – Alles ist geliehen

 In unserer Vorstellung von Besitz glauben wir oft, dass Dinge oder Beziehungen uns gehören. Doch in Wirklichkeit sind sie nur geliehen. Nichts im Leben ist dauerhaft – selbst nicht die Menschen, die uns am nächsten stehen. Jeder Moment, jede Beziehung und jedes Erlebnis ist eine kostbare Leihgabe. Indem du dir dies bewusst machst, kannst du die Vergänglichkeit des Lebens besser akzeptieren und schätzen, was du hast, ohne es als selbstverständlich zu erachten.

 Was für einen Eindruck hinterlässt du?

Wenn du dir die Zeit nimmst, über den Tod nachzudenken, kannst du bewusst reflektieren, was du im Leben erreichen möchtest. Welche Werte sind dir wichtig? Welche Beziehungen möchtest du pflegen? Kinder sind in diesem Kontext besonders interessant, denn sie sind oft „Besucher“ in deinem Leben. Sie nehmen Eindrücke auf, die sie ein Leben lang begleiten werden. Indem du offen über den Tod sprichst, zeigst du ihnen, dass es okay ist, Fragen zu stellen und Gefühle zu haben.

Bewusste Auseinandersetzung mit dem Tod

Die aktive Auseinandersetzung mit dem Thema Tod kann befreiend wirken. Studien zeigen, dass Menschen, die regelmäßig über ihre Sterblichkeit nachdenken, oft ein erfüllteres Leben führen. Sie sind weniger gestresst und empfinden mehr Freude an den kleinen Dingen. Ein passendes Zitat hierzu stammt von dem Schriftsteller Rainer Maria Rilke: „Das Leben ist unser größtes Geschenk, und der Tod ist ein Teil davon.“

Umgang mit Betroffenen

Wenn du mit Menschen konfrontiert wirst, die vom Tod betroffen sind – sei es durch Krankheit oder Verlust – ist es wichtig, einfühlsam und respektvoll zu sein. Oft hilft es, einfach zuzuhören. Es gibt keine „richtigen“ Worte, aber Präsenz und Mitgefühl können Trost spenden.

 Buchtipp

Ein empfehlenswertes Buch zu diesem Thema ist „Die Wahrheit über das Sterben“ von Ernst Engelke. Es ermutigt zu einem wahrhaftigen Umgang mit Sterben und Tod. Über Tod und Sterben wird viel geredet, Sterbenden hingegen ausgewichen. Was erleben und wünschen sich Sterbenskranke wirklich? Wie kann man mit Schmerzen, Wut, Angst, Hoffnung und Trauer der Betroffenen umgehen? Welche Möglichkeiten und Grenzen der Begleitung gibt es? Und welche Orte und Bedingungen bieten wir als Gesellschaft, damit Sterbende nicht immer weiter ausgegrenzt werden? Ernst Engelke, der zu den Pionieren der Hospiz- und Palliativbewegungen gehört und seit vielen Jahren Sterbenskranke professionell begleitet, antwortet darauf in diesem eindringlichen und zugleich entlastenden Buch.

Meine persönliche Meinung

Die Auseinandersetzung mit dem Tod kann herausfordernd sein, aber sie ist auch eine Chance, das Leben intensiver zu leben. Indem du über deine Ängste und Hoffnungen sprichst, kannst du nicht nur dir selbst, sondern auch anderen helfen, einen friedlicheren Umgang mit der Endlichkeit zu finden. Lass uns die Gespräche beginnen und eine Kultur schaffen, in der der Tod nicht mehr tabu ist. Jeder Tag, den du hast, ist ein Geschenk, und du solltest ihn nutzen, um Liebe und Dankbarkeit auszudrücken. In dieser kurzen Zeit, die wir haben, können wir viel bewirken. Denk daran: Auch wenn alles nur geliehen ist, können die Spuren, die du hinterlässt, für immer bestehen bleiben.

Herzliche Grüße

Jasmin die Mitreisende

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